Bewegungs- und Grössentäuschung |
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Konstruktion des Films Der Film besteht aus zwei alternierenden Einzelbildern. Unser Gehirn besitzt die Fähigkeit, daraus eine Bewegungswahrnehmung zu erzeugen, welche bei Darbietungen von mehr als 16 Einzelbildern pro Sekunde kontinuierlich wirkt. |
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| Bewegungstäuschung in diesem Film Die Bewegungsanalyse von Beutetieren und potentiellen Angreifern war noch bis vor kurzem die Hauptaufgabe unseres Sehsystems. Bewegungsabläufe sind auch in der Natur oft nur bruchstückweise zu sehen. Die Rekonstruktion eines kontinuierlichen Ablaufs ist somit ganz im Sinne der Evolution. Es mag deshalb irritierend sein, dass man von einer Täuschung spricht. Max Werthheimer, der Begründer der Gestaltpsychologie, hat 1912 für diese Täuschung den Begriff Phi-Phänomen geprägt. Ambivalente Scheinbewegungen Bewegungstäuschung bei geradliniger Bewegung (Applet) |
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| Das Ort-Zeit-Schema zeigt die eingestellten Grauwerte und den genauen Bildablauf. Jedes folgende Bild ist um eine halbe Elementbreite versetzt. Diese Distanz muss durch Scheinbewegungen überbrückt werden. Es gibt zwei Möglichkeiten für eine Überbrückung. Das auf der Zeitachse folgende zugeordnete Bildelement kann gegen links oder rechts versetzt sein. Kurze Brücken begünstigen die Scheinbewegung. Da hier analog wie beim Rad alle Brücken dieselben Abmessungen haben, entscheiden die von Ihnen eingestellten Helligkeitswerte über die wahrgenommene Bewegungsrichtung. Das Überbrückungsproblem bei einer solchen stroboskopischen Bewegung wird auch Korrespondenzproblem[1] genannt. Wie der entsprechende neuronale Entscheidungsbaum funktioniert, ist noch unbekannt.
Spezialfall mit Sigma-Bewegung: Sie können das Reglerpaar rechts auf gleiche Höhe einstellen und damit die Scheinbewegung zum Stillstand bringen. Die aufsummierten Helligkeitsdifferenzen sind dann für beide Scheinbewegungen gleich. Diese halten sich die Waage. Wenn Sie Ihre Augen nun langsam gegen links und rechts wenden, um das pulsierende Bild abzutasten, so scheint sich dieses mitzubewegen. Es entsteht eine so genannte Sigma-Bewegung[2, 3], ein Überbleibsel des Verarbeitungsmechanismus der Augenbewegung nach dem Reafferenzprinzip. |
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Literatur:
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| 30.10.2004 | |||